Aktuelles

 

  • Aktuelle Veröffentlichungen

 

Frank Gesemann, Alexander Seidel, Margit Mayer: Entwicklung und Nachhaltigkeit von Willkommensinitiativen. Abschlussbericht. vhw-Schriftenreihe Nr. 13. Berlin 2019: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/vhw-schriftenreihe-tagungsband/PDFs/vhw_Schriftenreihe_Nr._13_Willkommensinitiativen.pdf

Frank Gesemann, Alexander Seidel: Entwicklung und Dynamik städtischer Engagementlandschaften für Geflüchtete. Ergebnisse einer Befragung von Willkommensinitiativen. =DESI-Schriftenreihe Nr. 1. Berlin. desi-2019_bericht-online-befragung-willkommensinitiativen

Frank Gesemann, Kristin Schwarze, Alexander Seidel: Städte leben Vielfalt. Ergebnisse von Fallstudien zum sozialen Zusammenhalt in Städten. In: Newsletter für Engagement und Partizipationin Deutschland 10/2019. Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) (Link | Kurzes Resümee und Handlungsempfehlungen zum Beitrag)

Frank Gesemann, Kristin Schwarze, Alexander Seidel: Städte leben Vielfalt. Fallstudien zum Zusammenhalt vor Ort. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung 2019 (Leseprobe | Abstract)

 

 

  • Aktuelle Projekte

 

Gutachten zu Kindperspektiven auf Ganztag im Grundschulalter

Im Kontext der Diskussion um die Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz für Kinder im Grundschulalter ab dem Jahr 2025 sowie des aktuell forcierten Ausbaus von Betreuungsplätzen für Grundschulkinder stellt sich dringend die Frage danach, wie parallel zur Quantität auch die Qualität von Bildung, Erziehung und Betreuung im Ganztag gewährleistet werden kann. Die Frage nach ‚guter‘ Ganztagsqualität ist dabei umso diffiziler, als noch weitgehend ungeklärt scheint, was – und vor allem aus wessen Perspektive – ‚gute‘ Qualität in der Ganztagsschule ausmacht. Die Perspektiven von Kindern, ihre Erfahrungen, Relevanzen und Wünsche in Bezug auf diesen für sie ‚ganztägigen‘ Lebensort, stellen ein dringend zu bearbeitendes Forschungsdesiderat dar, wenn man es mit dem Recht von Kindern auf Gehör und Mitwirkung an sie betreffenden Angelegenheiten wirklich ernst meint. Mit einem multimethodischen Erhebungsdesign und der Dokumentarischen Methode als Auswertungsmethode sollen Qualitätsdimensionen aus der Perspektive von Kindern in der Ganztagsbetreuung rekonstruiert werden sowie erste Hinweise auf milieuspezifische Unterschiede gewonnen werden.

Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung mit Unterstützung von Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und Arbeiterwohlfahrt (AWO)

Laufzeit: Oktober 2019 – September 2020

Projektleitung: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Bastian Walther

Studentischer Mitarbeiter: Florian Fried

 

Wirkungsanalyse im Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat Anfang 2016 das Programm „Menschen stärken Menschen“ gestartet, mit dem Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen unterstützt werden. Im Jahr 2019 wurde das Patenschaftsprogramm auf die Zielgruppe von Menschen aus benachteiligenden Lebensumständen ausgeweitet. Durch die Programmträger konnten bis Ende Mai 2019 rund 80.000 Patenschaften realisiert werden.

Im Rahmen der Wirkungsanalyse zum Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ soll untersucht werden, inwieweit Programmziele wie die Förderung der Teilhabegerechtigkeit sowie die Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement und gesellschaftlichem Zusammenhalt erreicht werden, welche Bedeutung die Patenschaften für die verschiedenen Akteursgruppen und Ebenen haben und wie sich Qualifizierung und Begleitung der Patenschaftstandems sowie Vernetzung und Wissensaustausch zwischen den Programmträgern gestalten.

Auftraggeber: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Laufzeit: Juli 2019 bis zunächst Ende 2020

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Alexander Seidel, Hannah Schirop

Kooperationspartner: IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH

Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann (Freie Universität Bozen)

Link zur Programmseite des BMFSFJ: Menschen stärken Menschen

 

Potenziale der Gemeinwesenarbeit für lokale Demokratie

Mit der Studie soll untersucht werden, ob und inwieweit der bestehende Anspruch von Gemeinwesenarbeit an Demokratieförderung unter den aktuellen Rahmenbedingungen und innerhalb der bestehenden Akteurskonstellationen auf sozialräumlicher Ebene umgesetzt wird und welche darüberhinausgehende Potenziale für die lokale Demokratie durch die Gemeinwesenarbeit bestehen und genutzt werden. Bestandteile des Projekts sind die Erstellung eines Wirkungsgefüge-Modells von Gemeinwesenarbeit und lokaler Demokratie, die Aufbereitung der verschiedenen Akteursstrukturen und Ansätze  sozialraumbezogener Arbeit wie auch der lokalen Aktivitäten und Rahmenbedingungen in Form von Steckbriefen sowie eine Fallstudienuntersuchung zur Gemeinwesenarbeit vor Ort in mindestens vier Quartieren.

Auftraggeber: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Laufzeit: September 2018 bis Dezember 2019

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Alexander Seidel, Lea Freudenberg

Kooperationspartnerin: Prof. Dr. Milena Riede, Hochschule für angewandte Pädagogik

 

Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas

Forschung – Weiterbildung – Praxisentwicklung

Es existieren bereits zahlreiche Methoden, wie KiTa-Teams die Qualität in ihren Einrichtungen weiterentwickeln können – die Meinungen und Perspektiven der Kinder werden hierbei nur in den seltensten Fällen mit einbezogen. In dem zweijährigen Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekt „Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas beschäftigt sich ein DESI-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann mit der Frage, wie es gelingen kann, die Perspektiven und Relevanzen von Kindern systematisch nachzuvollziehen, sichtbar bzw. hörbar zu machen und in Qualitätsentwicklungsprozesse einzuspeisen. In dem Projekt werden methodische Schlüssel zur Erhebung, Auswertung und Dokumentation der Kinderperspektiven und zu deren Einbeziehung in Teamreflexions- und Qualitätsentwicklungsprozesse erarbeitet und erprobt. Das methodische Fundament bildet die Dokumentarische Methode: Der mit dieser rekonstruktiven Methode verbundene Forscherblick ermöglicht, sprachliche Äußerungen, Handlungs- und Interaktionspraktiken sowie Bilder von Kindern auf die sich in ihnen dokumentierenden Relevanzen und ihren impliziten Sinn zu befragen. Zudem wird eine zertifizierungsfähige Weiterbildung zur „Fachkraft für Kinderperspektiven“ entwickelt und in zwei Weiterbildungszyklen durchgeführt. Die Fachkräfte werden in einer forschenden Haltung geschult und durch das Projektteam bei der Initiierung und Gestaltung des Qualitätsentwicklungsprozesses in ihren KiTas kontinuierlich begleitet und beraten.

Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung

Laufzeit: Januar 2018 bis Dezember 2019

Projektleitung: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Elena Bakels und Bastian Walther

Studentische Mitarbeiterin: Lisa Munk

Link zur Projektseite der Bertelsmann Stiftung: Kinder als Akteure der Qualitätsentwicklung in KiTas

Materialien:

Plakat „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“

Handreichung „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“

Begleitbroschüre „Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“

Der „Methodenschatz – Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“ wird Ende 2019 veröffentlicht, der Forschungsbericht zum Projekt und ein „Weiterbildungscurriculum zur Qualifizierung von „Fachkräften für Kinderperspektiven“ erscheinen Anfang 2020.

 

Kita-Qualität aus der Perspektive von Eltern

Im Kontext der aktuellen Diskussion um die Einführung bundeseinheitlicher Qualitätsstandards fordern in einer gemeinsamen Erklärung nicht nur Träger, Gewerkschaften und Verbände, sondern auch Elternvertreter*innen eine Verbesserung der (Struktur-) Qualität der Kindertagesbetreuung. Zudem wird die verbindliche Orientierung an Qualitätsaspekten angemahnt, die die Kinderrechte, die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern sowie die Absicherung einer „dauerhaften Qualitätssicherung und -weiterentwicklung“ berücksichtigen (GEW 2016). Damit stellt sich die Frage, welche Vorstellungen von und Erwartungen an KiTa-Qualität verschiedene Akteursgruppen haben, ob es sich um konsensuelle oder differierende Perspektiven handelt und weiterhin, wie diese angemessen erfasst, einbezogen und gleichwertig in Qualitätserfassungsverfahren und Qualitätsentwicklungsprozesse einbezogen werden können. Ziel des von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann geleiteten Projekts „Kita-Qualität aus der Perspektive von Eltern“ ist es, die Erfahrungen, Perspektiven und Wünsche von Eltern in Bezug auf KiTa-Qualität im Rahmen eines qualitativ-rekonstruktiven Forschungsansatzes zu erschließen und zu systematisieren. Dabei soll die Elternperspektive sowohl im Allgemeinen (Gemeinsamkeiten) als auch in ihrer Unterschiedlichkeit (Kontraste), von welcher angesichts einer sehr großen Diversität von Eltern bzw. Familien auszugehen ist, rekonstruiert werden. Es werden Gruppendiskussionen mit Eltern aus 12 KiTas (deutschlandweit) durchgeführt und mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet, die den Zugang zu impliziten Wissensbeständen ermöglicht und somit zu Orientierungen, die jenseits von expliziten Erwartungen liegen.

Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung

Laufzeit: Februar 2018 bis Januar 2019

Projektleitung: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Adeline Hurmaci

Studentische Mitarbeiterin: Julia Weckwerth

Informationen für Eltern: Infoschreiben Elternperspektive

 

  • Abgeschlossene Projekte

Entwicklung und Nachhaltigkeit von Willkommensinitiativen

Das mit der starken Zuwanderung von Asylsuchenden und Geflüchteten verbundene Engagement hat das kommunale Politikfeld und die Interaktionen zwischen den relevanten Akteuren stark verändert. Diese Entwicklung hat auf Seiten der Kommunalverwaltung/-politik zu Öffnungs- und Veränderungsprozessen geführt, die zivilgesellschaftlichen Initiativen besondere Zugänge eröffnet haben. Die Studie untersucht die Entwicklungsdynamik und Nachhaltigkeit von Willkommensinitiativen sowie die Vernetzungs- und Kooperationsbeziehungen in ausgewählten Kommunen. Analysiert wird, ob bzw. in welchen Formen und lokalpolitischen Strukturen sich diese Initiativen verstetigen, wie sich die Interaktionen zwischen kommunalen Akteuren, Wohlfahrtsverbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen verändern, unter welchen Bedingungen sich kreative und nachhaltige Strukturen bilden, welche Konflikte damit verbunden sind und wie sie bearbeitet werden.

Auftraggeber: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Laufzeit: August 2017 bis März 2019

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann,  Prof. Dr. Margit Mayer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Alexander Seidel

Frank Gesemann, Alexander Seidel, Margit Mayer: Entwicklung und Nachhaltigkeit von Willkommensinitiativen. Abschlussbericht. vhw-Schriftenreihe Nr. 13. Berlin 2019: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/vhw-schriftenreihe-tagungsband/PDFs/vhw_Schriftenreihe_Nr._13_Willkommensinitiativen.pdf

Frank Gesemann, Alexander Seidel: Entwicklung und Dynamik städtischer Engagementlandschaften für Geflüchtete. Ergebnisse einer Befragung von Willkommensinitiativen. =DESI-Schriftenreihe Nr. 1. Berlin. desi-2019_bericht-online-befragung-willkommensinitiativen

 

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschafter in Kita, Schule und Stadtteil“

Eltern, die sich für die Bildung ihrer und anderer Kinder engagieren möchten, werden in einer dreimonatigen Fortbildung zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifiziert. Anschließend engagieren sie sich als Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschaftern in Kitas, Schulen und im Quartier. Das DESI-Institut begleitet und unterstützt das Projekt durch eine formative, responsive und partizipative Evaluation.

Weitere Informationen: http://www.pfh-berlin.de/kinder-und-jugendhilfe/bildungsbotschafterInnen

Auftraggeber: Pestalozzi Fröbel Haus, Berlin

Laufzeit: Oktober 2015 bis März 2019

Evaluationsteam: Dr. Frank Gesemann, Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther

Frank Gesemann, Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther: Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschafter in Kita, Schule und Stadtteil. Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung. Berlin 2017: DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration. (Link)

Frank Gesemann, Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther: Bildungsbotschafterinnen und Bildungsbotschafter in Kita, Schule und Stadtteil. Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung. Berlin 2019. DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration.

 

Konzept zur Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung im Bezirksamt Lichtenberg von Berlin

Auf der Grundlage einer schriflichen Befragung von Schlüsselpersonen in der Bezirksverwaltung, der Durchführung von acht Gruppendiskussionen mit Vertreter*innen verschiedener Verwaltungbereiche und unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft (Fachtag Integration) werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung in der Lichtenberger Verwaltung sowie Grundsätze, Verfahrensweisen und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration von Neuzuwanderinnen und -zuwanderern entwickelt.

Auftraggeber: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin

Laufzeit: September 2018 bis März 2019

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Iris Würbel

Dr. Frank Gesemann, Iris Würbel: Weiterentwicklung der interkulturellen Öffnung der Lichtenberger Verwaltung. Empfehlungspapier. Berlin 2019: DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration. Berlin
https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/artikel.708495.php

 

Evaluation des Projekts „plusKITAS effektiv stärken“ im Kreis Paderborn

Die Evaluation hat die Wirkungen der Maßnahmen untersucht, die Kindertagesrichtungen mit einem hohen Anteil an Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Kreis Paderborn und die Reinhard Mohn Stiftung erhalten. Über Fragebogenerhebungen bei Eltern, Gesprächsrunden mit Elternvertreter*innen und Gruppendiskussionen mit den Einrichtungsteams hat das DESI Institut nach der Umsetzung und den Wirkungen von Maßnahmen gefragt und Verbesserungspotenziale und Ressourcen des Projekts herausgearbeitet.

Auftraggeber: Reinhard Mohn Stiftung

Laufzeit: November 2017 bis Februar 2019

Evaluationsteam: Dr. Gerald Blaschke-Nacak, Dr. Frank Gesemann

Dr. Gerald Blaschke-Nacak, Dr. Frank Gesemann: Evaluation des Kooperationsprojekts „plusKITAS effektiv stärken“. Abschlussbericht. Berlin: Februar 2019
https://www.reinhard-mohn-stiftung.de/fileadmin/user_upload/DESI-Evaluationsbericht_plusKITA_12-03-2019_finale_Fassung.pdf

 

Fallstudien zum Zusammenhalt vor Ort

Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Globalisierung, weltweite Fluchtbewegungen, soziale Ungleichheit sowie eine zunehmende ethnische, kulturelle und religiöse Diversität kommt dem sozialen Zusammenhalt vor Ort eine hohe Bedeutung zu. Städte, Landkreise und Gemeinden sind gefordert, den Auswirkungen dieser Entwicklungen auf kommunaler Ebene zu begegnen, um ein gelingendes Miteinander zu gestalten. Eine der zentralen kommunalpolitischen Herausforderungen ist dabei die enorme Zuwanderung von Geflüchteten seit dem Sommer 2015. Einerseits wurde vielerorts außerordentliches ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete sichtbar, andererseits kann es auch zu einer Spaltung vor Ort kommen, wenn sich Unterstützer/Befürworter und Gegner der Ansiedelung von Geflüchteten gegenüberstehen. In insgesamt vier Fallstudien soll in jeweils einer Großstadt und einer Klein- oder Mittelstadt in Ost- und Westdeutschland untersucht werden, wie sich die aktuelle Zuwanderung von Asylsuchenden und Flüchtlingen auf den sozialen Zusammenhalt auf kommunaler Ebene auswirkt. Für die Untersuchung wurden die Städte Dortmund, Rostock, Dessau-Roßlau und Lippstadt ausgewählt, die das Forschungsvorhaben aktiv unterstützen. Die Erfahrungen und Perspektiven vor Ort werden mit Hilfe eines multimethodischen Vorgehens in Form quantitativer und qualitativer Methoden (standardisierte Umfragen, Fokusgruppengespräche und leitfadengestützte Interviews, Großgruppenveranstaltungen, Medienanalyse) erhoben und ausgewertet. Auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Analysen sollen schließlich Handlungsempfehlungen mit Beispielen guter Praxis zur Förderung des Miteinanders vor Ort erstellt werden.

Auftraggeber: Bertelsmann Stiftung

Laufzeit: September 2016 bis Juli 2018

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Alexander Seidel

Kooperationspartner: IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik, ARGO-Team

Frank Gesemann, Kristin Schwarze und Alexander Seidel: Städte leben Vielfalt. Fallstudien zum Zusammenhalt vor Ort. Gütersloh 2019: Bertelsmann Stiftung

Leseprobe: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/imported/leseprobe/LP_978-3-86793-854-9_1.pdf

Abstract: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/imported/abstract/ABS_978-3-86793-854-9_1.pdf

 

Handreichtung „Prozessablauf Integrations- und Vielfaltsstrategien in hessischen Kommunen“

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat im Mai 2018 einen Aufruf zur Anstragstellung auf Projektförderung im Rahmen des Landesprogramms WIR gestartet. Mit der sollen Kommunen zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern unterstützt werden, die in einem partizipativen Prozess Vielfalts- und Integrationsstategien entwickeln möchten. Die Handreichung dient dabei als Leitfaden für den Prozessablauf.

Auftraggeber: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

Laufzeit: November 2017 bis Juni 2018

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

 

Studie „Kita-Qualität aus Kindersicht”

Was macht aus der Perspektive von Kindern einen guten Kindergarten aus? In der mit der Dokumentarischen Methode ausgeführten, explorativen Studie „Kita-Qualität aus Kindersicht – QuaKi“ wurden auf der Grundlage von (videobasierten) Gruppendiskussionen, Mal-Interviews, fotobasierten Kita-Führungen sowie teilnehmenden und videobasierten Beobachtungen insgesamt 10 Qualitätsdimensionen aus Kindersicht rekonstruiert. In der Studie wird sowohl das innovative methodische Vorgehen dargelegt als auch die Generierung der Erkenntnisse anhand von zahlreichen konkreten Beispielen und Interpretationen veranschaulicht.

Auftraggeber: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)

Laufzeit: April 2016 bis Juni 2017

Projektleitung: Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Bastian Walther, Minste Thedinga

Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther, Minste Thedinga
Kita-Qualität aus Kindersicht – die QuaKi-Studie. Berlin 2017: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). (Link | Zusammenfassung)

Iris Nentwig-Gesemann, Bastian Walther, Minste Thedinga
DKJS-Factsheet Kita-Qualität aus Kindersicht. Eine Studie des DESI-Instituts im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Berlin 2017: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS)

 

Stadtmacherinnen und Stadtmacher – Zur neuen Vielfalt intermediärer Stadtentwicklungsakteure

Intermediäre Stadtakteure – hinter diesem Begriff steckt eine zunehmende Vielfalt neuer, vor allem zivilgesellschaftlicher Macher*innen und Initiativen, die Einfluss auf stadtplanerische Entscheidungen und Gestaltungsprozesse im Sozialraum nehmen. In einer qualitativen Explorationsstudie hat das DESI Institut in Kooperation mit der L.I.S.T. GmbH untersucht, welche Ausprägungen diese Form des Mitgestaltens in Berlin annimmt. In vertieften Fallanalysen wurden neue intermediäre Akteure in den Bereichen der Stadtplanung und Quartiersgestaltung, der Integration geflüchteter Menschen, in lokalen Beteiligungsprozessen und Bildungslandschaften identifiziert. Präsentiert werden Praxisbeispiele und Antworten auf die Frage, in welcher Weise Beteiligung und lokale Demokratie dadurch beeinflusst werden und welche Chancen, aber auch Konflikte im Rahmen einer partizipativen Stadtgestaltung hieraus erwachsen.

Auftraggeber: vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Laufzeit: Juli 2016 bis Januar 2017

Projektleitung: Dr. Frank Gesemann

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Martin Kriemann, Alexander Seidel

Kooperationspartner: L.I.S.T. – Lösungen im Stadtteil Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH

DESI / L.I.S.T.: Stadtmacherinnen und Stadtmacher – Zur neuen Vielfalt intermediärer Akteure in Berlin in den Themefeldern Stadtentwicklung und Flüchtlingspolitik. Abschlussbericht zur Explorationsstudie im Auftrag des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw). Wissenschaftliche Bearbeitung: DESI: Dr. Frank Gesemann (Gesamtprojektleitung), Martin Kriemann, Alexander Seidel (mit Unterstützung durch Viola Kammertöns und Lina Thal), L.I.S.T.: Christian Luchmann, Tom Thal, Susanne Walz (Projektleitung L.I.S.T.). Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr. Margit Mayer. Berlin 2017: DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration/ L.I.S.T – Lösungen im Stadtteil. Stadtentwicklungsgesellschaft mbH abschlussbericht_stadtmacher_innen_final_18-04-2017

Sebastian Beck, Frank Gesemann, Martin Kriemann, Christian Luchmann, Margit Mayer, Alexander Seidel und Susannne Walz. vhw-Studie “Stadtmacherinnen und Stadtmacher” Zentrale Ergebnisse und Impulse. Koopperationsstrukturen, Wirkungen, Politisierung und Zukunftsvisionen. Tischvorlage, Berlin, 28.02.2017. vhw-studie_stadtmacherinnen_und_stadtmacher_ergebnisse

Sebastian Beck, Martin Kriemann, Christian Luchmann: vhw-Studie “Stadtmacherinnen und Stadtmacher”, Tel 1: Zwischenergebnisse. Bürgergesellschaft zwischen Government und Urban Governance. vhw-werkSTADT, Nummer 11, Januar 2017. vhw_werkstadt_stadtmacher_nr_11_2017